Das neue Schuljahr
Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Dies drückt sich auch im Schulwahlverhalten der Eltern aus, die großen Wert auf einen qualifizierten Schulabschluss des Nachwuchses legen und ihn nicht für die Hauptschule, sondern lieber für die Realschule anmelden. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die Anforderungen an einen Auszubildenden auf dem Arbeitsmarkt gestiegen sind.
Mit dem Zusammenschluss von Haupt- und Realschulen wird auf die sinkenden Schülerzahlen aufgrund des veränderten Schulwahlverhaltens der Eltern an 200 Standorten in Niedersachsen reagiert und bessere Bedingungen geschaffen. Die Schülerschaft von Haupt- und Realschulen kann bis auf Deutsch, Mathematik und Englisch gemeinsam unterrichtet werden. So können die Schülerinnen und Schüler mit- und voneinander lernen.
Berufsorientierung und Berufsbildung gehören künftig zum Unterrichtsangebot der Hauptschulen. Aber auch in der Realschule wird die Berufsorientierung gestärkt. Die Schülerinnen und Schüler können in den letzten beiden Schuljahren für ihre spätere Berufsausbildung oder das spätere Studium Schwerpunkte in den Bereichen Fremdsprachen, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales setzen. Diese Wahlpflichtfächer unterrichten Fachlehrkräfte der berufsbildenden Schulen an der Realschule. Das Ziel ist, die Schülerschaft besser auf die Berufsausbildung vorzubereiten und das von den Unternehmen häufig angesprochene Problem der mangelnden Ausbildungsreife abzubauen. Außerdem erhält die Schülerschaft wie bisher die Möglichkeit, den Bildungsweg an einer Fachoberschule, einem Fachgymnasium oder einem Gymnasium fortzusetzen.
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start in das neue Schuljahr.
Ihr
Dirk Toepffer