Kommunalwahl gelaufen – Hannover, was nun?

Niedersachsen hat am 11.09.2011 gewählt. Drei Wochen nach der Kommunalwahl, ist es an der Zeit für einen kurzen Rückblick.

Eines ist unstreitig: Das Ergebnis dieser Wahl ist für die CDU-Hannover nicht befriedigend. Weder der Vergleich mit anderen Großstädten, in denen es der CDU kaum besser geht, noch der Blick auf das Ergebnis der SPD, die in Hannover über den Landesdurchschnitt verloren hat, vermag über das eigene Abschneiden hinweg zu trösten.

Sicher, der Bundestrend war wenig hilfreich. Aber schon in dieser Erkenntnis liegt das eigentliche Problem. Wie soll man auf eine Wahl reagieren, die deutlich gemacht hat, dass kommunale Besonderheiten vom Wähler kaum noch wahrgenommen werden?

Stark waren die, die wie die Grünen, mit bundespolitischen Themen wie den Einsatz für Windenergie geworben haben. Erfolgreich waren einfache Parolen, wie die der sogenannten “Hannoveraner“, die z. B. mit der Angst vor den Folgen der Finanzkrise im Euro-Raum geworben haben.

Unser Versuch, mit kommunalen Themen zu punkten, war hingegen ehrlich, aber nicht erfolgreich.
Was nun? Sollen wir künftig in Kommunalwahlkämpfen ebenfalls die Bundespolitik zum Thema machen? Oder aber den jetzigen Kurs konsequent beibehalten?

Hannovers CDU wird diese Fragen im Dezember diskutieren. Dann trifft sich der Kreisvorstand zu seiner Klausurtagung, um auch die Aufstellung der Kandidaten für die kommende Landtagswahl vorzubereiten. Und unabhängig vom Ergebnis dieser Tagung steht ein Wunsch bereits heute fest:

Etwas mehr Rückenwind aus Berlin wäre in jedem Fall hilfreich.