Schaufenster neuer Technologien als internationaler Durchbruch?

Wir können nicht nur von der Energiewende, sondern beinah von einem neuen, technischen Zeitalter sprechen. Die Ausstellung „Schaufenster für Elektromobilität“ soll ganze drei Jahre andauern. Auch wenn der Schwerpunkt auf die Elektromobilität gelegt wird, so sind doch viele weitere Projekte auf dem Weg, welche ebenso Beachtung finden sollten.

Diese stammen – neben dem Wirtschaftssektor – zusätzlich aus den Branchen Wissenschaft und öffentlicher Handel. „Mobilität und Energie“, so lautet das Thema. Eine Fachjury hat diejenigen regionalen Projekte ausgesucht und als „schaufensterwürdig“ bewertet, welche die meisten Neuerungen, die innovativsten Ideen hervorbringen, die Bundesregierung hatte das letzte Wort. Unter dem Schirm des „Schaufensters“ sammeln sich vier Regionen. Diese dürfen sich freuen: Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Bayern-Sachsen und unser Bundesland Niedersachsen – Vorzeigeprojekte für eine „modernere“ Zukunft. Ziel der Ausstellung ist die schnellere Umsetzung in die Praxis und die Einführung zukunftsträchtiger Ideen in den Alltag.
In Niedersachsen hat die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg das Rennen gemacht und wird nun zukünftig „elektrisiert“ werden. Das Zentrum des Autobaus glänzt mit durchdachten Projekten, welche die Menschen im Zuge des energieeffizienten Wandels zügiger „elektromobilisieren“ sollen. Die Idee der Elektroautos ist nicht neu, doch werden solche nur gekauft, wenn es auch genügend Zapfanlagen gibt, damit man nicht urplötzlich auf der Straße zum Stehen kommt. Genau darauf wird ein Fokus gelegt. Anreize sollen für das wahrscheinlich erst einmal etwas gewöhnungsbedürftige Fortbewegungsmittel Elektroauto geschaffen und dieses den Menschen näher gebracht werden. Pferdestärken werden elektrisch – ein gutes Stück Arbeit wurde schon geleistet. Zudem stellt die alternative Fortbewegungsmöglichkeit eine Chance für Wachstum, Arbeitsplätze und Klimaschutz dar. Nicht nur ausgebildete, langjährige Mitarbeiter in diesem technischen Bereich sind am Werk, sondern auch rund 10.000 kreative Köpfe von Studierenden und Auszubildenden im Bereich Mobilität tragen zur ständigen Optimierung von ideenreichen Konzepten bei. Neben der Entwicklung von leistungsstarken Batterien wird auch an neuen Verkehrskonzepten gearbeitet. Was sind energieeffiziente, umweltschonende Fortbewegungsmittel, wenn nicht das Gesamtbild stimmt?
Von dem Projekt „Schaufenster für Elektromobilität“ wird sich viel versprochen. Ein großer Sprung in puncto nachhaltige Modernisierung soll auf nationaler Ebene gemacht werden. Aber nicht nur das: Deutschland ist schon jetzt ein Vorreiter, was das „naturnahe“ und doch fortschrittliche Denken betrifft. Steht man also auch bald auf internationaler Ebene an der Spitze? Forschung und Ideenreichtum sind die entscheidenden Punkte – vorausschauendes Denken wird auch andere anstecken. Das große Ziel: mindestens 1 Million Autos sollen bis 2020 auf deutschen Straßen unterwegs sein – gern auch mehr. Mehr als die Hälfte soll, so verspricht man sich, in Deutschland selbst hergestellt werden. Die Arbeit kann beginnen.
Ihr
Dirk Toepffer