Schlaglochalarm
Achte Kalenderwoche
Der Winter war schneereich, hart und lang. Es hat keinen Spaß gemacht, bei den extremen Minusgeraden aus dem Haus zu gehen. Autofahrer und Fußgänger kämpften mit den verschiedensten Herausforderungen. Bänderrisse, Knochenbrüche sowie Prellungen infolge von Stürzen haben sich viele von uns zugezogen. Jetzt steigen wieder die Temperaturen, und wenn die Sonne scheint, spürt man schon ihre zunehmende Kraft.
Jetzt wo der Schnee weg ist, sind überall Schlaglöcher sichtbar. Das sind die Folgeschäden des Winters. Schlaglöcher entstehen, wenn bei Straßenschäden jahrelang nur das Gröbste ausgebessert wurde. Straßenausbrüche sind, denke ich, das nächste zu bewältigende Desaster für Auto- und Fahrradfahrer. Denn mittlerweile besteht erhöhte Unfallgefahr. Für Radfahrer können Schlaglöcher sogar lebensgefährlich sein, insbesondere nachts, da die Beleuchtung nicht so weit reicht und Straßenlöcher leicht übersehbar sind. Das Leben jedes einzelnen Menschen ist wertvoll. Deshalb trägt die Stadt als zuständige Straßenbaubehörde die Verkehrssicherungspflicht und ist für die Beseitigung der Verschleißerscheinungen zuständig. Ich befürchte aber, dass sie ihre Ankündigung in die Tat umsetzen und wiederholt nur einige wenige Straßen ausbessern wird.
Wird am Ende der Individualverkehr entfallen? Vielleicht ist das so gewollt. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich fahre selbst auch ab und zu mit den öffentlichen Verkehrsmittel, aber freiwillig. Die Entscheidung muss jeder selbst treffen. Niemand darf gezwungen werden auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Die Stadt gibt vor nicht mehr Geld als das eingeplante zur Verfügung zu haben. Im Prinzip müsste sie zügig ihren Haushalt umdisponieren, um die Straßen umfassend zu sanieren. Denn wer verkehrssichere Autos und Fahrräder fordert, muss auch für verkehrssichere Straßen sorgen.
Fahren Sie vorsichtig und vermeiden Sie Slalomfahrten!
Ihr
Dirk Toepffer